Wednesday 21. October 2020

Neue Zusammensetzung des Forums

Am 29. September verabschiedete das Forum der christlichen Kirchen in OÖ zwei verdiente Delegierte aus ihrer Mitte:

Pfarrer Mag. Bernhard Petersen war Pfarrer in Wels und Delegierter der Evangelischen Kirche A.B. und arbeitete seit der Gründung des Forums im Jahr 2000 mit. Ass.-Prof. Dr. Andreas Telser engagierte sich als Delegierter der Römisch-Katholischen Kirche seit 5 Jahren im Forum und brachte seine theologische Kompetenz u.a. in der Konzeptionierung der Ökumenischen Theologischen Tage und bei der Formulierung des Selbstverständnisses des Forums ein.

         Bernhard Petersen      und       Andreas Telser 

 

Senior Mag. Martin Eickhoff (Evangelische Kirche A.B.) und Dr. Reinhard Stiksel (Römisch-Katholische Kirche) wurden als neue Delegierte willkommen geheißen.

 

 

Bild: v.l.n.r: Pastor Martin Obermeir-Siegrist (Evang.-method. Kirche), Ökumene-Referentin Gudrun Becker (Röm.-Kath. Kirche), Pfarrer Samuel Ebner (Altkath. Kirche), Reinhard Stiksel (Röm.-Kath. Kirche), SI Gerold Lehner (Evang. Kirche A.B.), Senior Pf. Marin Eickhoff (Evang. Kirche A.B.), Pf. Sorin Bugner (Rum.-Orthod. Kirche), Thomas Pitters (Evang. Kirche A.B.), Vikarin Elisabeth Steinegger (Altkath. Kirche), Pf. Maximilian Strasser ((Röm.-Kath. Kirche)

Nicht am Bild: Helene Bindl (Evang.-method. Kirche), Johanna Eisner (Röm.-Kath. Kirche)

 

Die Auftakt-Sitzung dieses Arbeitsjahres fand in den Räumlichkeiten der Altkatholischen Kirche in Linz statt. Pfarrer Samuel Ebner verglich in seiner Predigt in der Andacht zu Jesaja 42,16-17 die Ökumene mit einem holprigen Weg:

 

"Aber ich gängle Blinde auf einem Weg, den sie nicht kennen, auf Steigen, die sie nicht kennen, bewege ich sie hin, Finster mache ich ihnen zum Licht und das Holperige zur Ebne ... Dies waren die Reden, die ich nun betätige, die ich nicht lasse.

Zurückweichen müssen, beschämt und sich schämend, die sich mit Gemeißeltem sichern." Jesaja 42,16-17a (Übersetzung von Martin Buber)

 

„Die Ökumene ist oft ein holpriger Weg und manchmal gehen wir auf diesem Weg wie Blinde. Tastend und suchend bewegen wir uns, jede/ jeder mit seinem Gepäck an Tradition und vermeintlichem Wissen, aber gemeinsam, mit mutigen Schritten vorwärts in unbekanntes Terrain, weil diejenigen, die gewillt sind eine gemeinsame Sehnsucht treibt - die Sehnsucht Jesu nach Einheit. So machen wir also gemeinsam Schritt um Schritt nach vorne bis jemand eine Stopptafel aufstellt, auf der zwar Stopp geschrieben steht, was Blinden aber wenig hilft, da sie die Tafel, die plötzlich mitten auf dem Weg aufgestellt wurde, nicht sehen. Unweigerlich knallt eine/einer der ökumenischen Wander*innen dagegen. Die Mitgehenden haben nun die Möglichkeit denjenigen oder diejenige, die gegen das Stoppschild knallen allein stehen zu lassen und links und rechts daran vorbeizusteuern oder gemeinsam einen Schritt zurück zu tun um auch gemeinsam einen neuen Weg zu finden.

 

[…]

 

Liebe Schwestern und Brüder in Christus. Das Forum ist für mich eine solch ökumenische Wandergruppe, der dieses Jesajawort gilt.

Heute verabschieden wir zwei Mitwandernde aus unserer Gruppe und begrüßen Neue, die sich mit uns auf den Weg machen.

Die heute ausscheiden, tun das nicht, weil sie auf dem Weg zurückgeblieben wären, oder ein Stoppschild im Weg steht. Sie wandern sicherlich behütet und gesegnet in Gedanken mit uns weiter, verbunden in dem, der uns verbindet - Christus und in der Sehnsucht nach Einheit.

Ihr, die ihr neu hinzukommt, seid willkommen in unserer ökumenischen Wandergruppe. Keine Angst - wir alle sind wie Blinde auf dem Weg, aber gemeinsam als Schwestern und Brüder.

Frech, wage ich den Vers 17 aus Jesaja 42 noch hinzuzufügen, der meinem Empfinden nach auch für die Ökumene gelten sollte, sowie für alle, die sich Christ*innen nennen und beende damit meine Gedanken:

„Zurückweichen müssen, beschämt und sich schämend, die sich mit Gemeißeltem sichern.“ “

 

 

Forum der christlichen Kirchen in Oberösterreich
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