In jener Zeit
36 ging Jesus in das Haus eines Pharisäers, der ihn zum Essen eingeladen hatte, und legte sich zu Tisch.
37 Als nun eine Sünderin, die in der Stadt lebte, erfuhr, dass er im Haus des Pharisäers bei Tisch war, kam sie mit einem Alabastergefäß voll wohlriechendem Öl
38 und trat von hinten an ihn heran. Dabei weinte sie, und ihre Tränen fielen auf seine Füße. Sie trocknete seine Füße mit ihrem Haar, küsste sie und salbte sie mit dem Öl.
39 Als der Pharisäer, der ihn eingeladen hatte, das sah, dachte er: Wenn er wirklich ein Prophet wäre, müsste er wissen, was das für eine Frau ist, von der er sich berühren lässt; er wüsste, dass sie eine Sünderin ist.
40 Da wandte sich Jesus an ihn und sagte: Simon, ich möchte dir etwas sagen. Er erwiderte: Sprich, Meister!
41 Jesus sagte: Ein Geldverleiher hatte zwei Schuldner; der eine war ihm fünfhundert Denare schuldig, der andere fünfzig.
42 Als sie ihre Schulden nicht bezahlen konnten, erließ er sie beiden. Wer von ihnen wird ihn nun mehr lieben?
43 Simon antwortete: Ich nehme an, der, dem er mehr erlassen hat. Jesus sagte zu ihm: Du hast Recht.
44 Dann wandte er sich der Frau zu und sagte zu Simon: Siehst du diese Frau? Als ich in dein Haus kam, hast du mir kein Wasser zum Waschen der Füße gegeben; sie aber hat ihre Tränen über meinen Füßen vergossen und sie mit ihrem Haar abgetrocknet.
45 Du hast mir zur Begrüßung keinen Kuss gegeben; sie aber hat mir, seit ich hier bin, unaufhörlich die Füße geküsst.
46 Du hast mir nicht das Haar mit Öl gesalbt; sie aber hat mir mit ihrem wohlriechenden Öl die Füße gesalbt.
47 Deshalb sage ich dir: Ihr sind ihre vielen Sünden vergeben, weil sie mir so viel Liebe gezeigt hat. Wem aber nur wenig vergeben wird, der zeigt auch nur wenig Liebe.
48 Dann sagte er zu ihr: Deine Sünden sind dir vergeben.
49 Da dachten die anderen Gäste: Wer ist das, dass er sogar Sünden vergibt?
50 Er aber sagte zu der Frau: Dein Glaube hat dir geholfen. Geh in Frieden!
Man versammelte sich um ein Boot mit einem Segel, das die Symbole der einzelnen Religionen trug. Es erinnerte daran, dass wir alle in einem Boot sitzen.
Evangelische, katholische, koptische und armenische Christen, Muslime und ein Vertreter der Sikh-Religion brachten Beiträge. In ihren Gesängen und Texten kam die Sehnsucht nach Frieden und die Verantwortung zu einem guten Zusammenleben zum Ausdruck. So wurde im Gesang zum Friedensgruß aus der armenischen Liturgie ostkirchliche Spiritualität erlebbar. Der muslimische Vertreter erinnerte daran, dass „jeder Moslem seinen Beitrag für das Wohl aller Menschen auf einem stabilen und friedlichen Schiff leisten“ muss. Und ein Gebet von Papst Franziskus lenkte den Blick auf die „Verlassenen und Vergessenen dieser Erde“ und die Verbundenheit mit allen Geschöpfen. Bei Tee und Kuchen klang der Abend aus. Ein besonderer Dank gilt der Feuerwehr Schärding, die die Zille zur Verfügung gestallt hat.


